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Das zentrale Informationsportal für den Maßregelvollzug

 

Unser Ziel für "forensik.de" ist, diese Seite zu einem zentralem Informationsportal für den Maßregelvollzug bzw. zur forensischen Psychiatrie zu machen.

Wir wollen über den Maßregelvollzug in Deutschland informieren, aufklären, Betroffenen weiterhelfen,  Ansprechpartner vermitteln und auch selber Ansprechpartner sein.

Damit "forensik.de" vielen Interessenten nützliche und hilfreiche Informationen liefern und weiterführende Angebote machen kann, laden wir Sie herzlich ein, uns Hinweise, Tagungsankündigungen, Texte und Dokumentionen zuzusenden, sowie Verlinkungswünsche auf andere Websites mitzuteilen.

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Redaktions-Team von "forensik.de"

„Wer schreibt, begibt sich auf Reise ins eigene Innere“

Hax-Schoppenhorst im Gespräch über neuesDepressions-Buch

Der Pädagoge Thomas Hax-Schoppenhorst, der seit vielen Jahren in der LVR-Klinik in Düren tätig ist, hat in diesen Tagen ein neues Buch veröffentlicht. In dem Band „Das Depressions-Buch für Pflege-und Gesundheitsberufe“ ermöglicht Hax den Leserinnen und Lesern einen multiperspektivischen Blick auf die Traurigkeit. Ein melancholisches Buch, das Ermunterung für Betroffene, Angehörige und unterstützende Menschen ist. Christoph Müller hat die Gelegenheit genutzt, mit Thomas Hax-Schoppenhorst ins Gespräch zu kommen.

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Interview mit Harald Kolbe zur Bundeskonferenz Forensische Pflege

Mit dem Thema 'Sicherheit durch Kompetenz' haben sich die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der 2. Bundeskonferenz Forensische Pflege, die am 13. und 14. Juli 2015 in der Zeche Zollern in Dortmund stattgefunden hat, beschäftigt.

Mit interaktiven Methoden statt mit Frontalvorträgen haben die forensisch-psychiatrischen Praktikerinnen und Praktiker die Möglichkeit gehabt, das eigene Handeln zu reflektieren und neue Ideen für das Arbeitsfeld zu entwickeln. Christoph Müller hat mit dem Bildungsreferenten der Akademie für Forensische Psychiatrie des Landschaftsverbands Westfalen Lippe, Harald Joachim Kolbe, gesprochen, der mit den fünf Pflegedirektoren der LWL - Massregelvollzugskliniken die neuartige Tagung vorbereitet.

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LWL-Bundeskonferenz: 150 Teilnehmer erörtern künftiges Berufsbild und Aufgabenspektrum - "Schließer gibt es nicht mehr"

"Der Pflege- und Erziehungsdienst ist eine der tragenden Säulen für die Therapie und Sicherheit im Maßregelvollzug. Darum sollte die forensische Pflege ihre Anliegen mit mehr Selbstbewusstsein vertreten." Das hat LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg bei der zweitägigen Bundeskonferenz der forensisch-psychiatrischen Pflege "Sicherheit durch Kompetenz" in Dortmund gefordert. 150 internationale Pflegewissenschaftler, Pflegepraktiker, Patienten und Angehörige erörterten auf Einladung der Pflegedirektoren der sechs LWL-Maßregelvollzugskliniken (Dortmund, Herne, Rheine, Haldem, Marsberg, Lippstadt-Eickelborn) Anfang der Woche (13./14. Juli) im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern die künftigen Schlüsselqualifikationen in der forensischen Pflege.

Allein in den sechs forensischen Fachkliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) arbeiten derzeit rund 800 der insgesamt etwa 1.200 Beschäftigten im Pflege- und Erziehungsdienst. Nicht nur sei der Pflegedienst damit die größte Berufsgruppe im Maßregelvollzug, er habe auch in den vergangenen dreißig Jahren "eine beispiellose Rollenverschiebung und Professionalisierung durchlaufen", erklärte Hollweg. "Den Schließer gibt es nicht mehr, heute übernehmen Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger in der Forensik wesentliche sozialtherapeutische Aufgaben und sind wichtige Bezugspersonen für die Patienten", ergänzte Bernd Sternberg, Pflegedirektor des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt.

Die Statements und Diskussionsbeiträge während der Konferenz machten deutlich: Das Tätigkeitsspektrum der forensischen Pflege wird zusehends anspruchsvoller und vielfältiger. Der Krankenpfleger als Alleskönner wird künftig kaum noch gefragt sein, stattdessen gibt es vielerorts bereits einen Mix unterschiedlicher Ausbildungsniveaus vom Pflegebachelor über die Fachpflegerin bis hin zur Assistenzkraft. Parallel dazu kommen durch die geplante Reform der Krankenpflegeausbildung andere Ausbildungsgänge wie etwa die Heilerziehungspflege in den Blick. Hollweg mahnte: "Mehr als je zuvor wird es unsere Aufgabe sein, sowohl erfahrene als auch neue Pflegemitarbeiter kontinuierlich und individuell für die speziellen Anforderungen in der Forensik zu qualifizieren." Ein erster Schritt sei bereits getan mit dem Aufbau einer LWL-Akademie für forensische Psychiatrie. Diese offeriere fachlich fundierte und praxisnahe Fortbildungen für Beschäftigte des Maßregelvollzuges.

Bildungsmanager Harald Kolbe von der LWL-Akademie für Forensische Psychiatrie hatte die Konferenz organisiert und dabei auf die üblichen Frontalvorträge und Powerpoint-Präsentationen verzichtet. Stattdessen ließ er die Teilnehmer ihre Sichtweisen in sogenannten Sesselrunden und Workshops vortragen und diskutieren. Die neuartige Methode der "Visual Facilitation" visualisiert dabei Diskussionsergebnisse quasi in Echtzeit: Ein professioneller Illustrator hört und zeichnet mit - und macht so auf einer großen Leinwand die wichtigsten Diskussionsstränge und Argumente zeichnerisch sichtbar, noch während die Gespräche laufen. "Dank dieser noch jungen grafischen Darstellungsform bleiben Inhalte besser im Gedächtnis", so Kolbe.

DGSP-Stellungnahme zur Reform des Maßregelrechts

Forderungen an eine Reform von Recht und Durchführung

der psychiatrischen Maßregel nach § 63 StGB unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit von Dauer und Eingriffsintensität

 

Nach dem das Bundesjustizministerium im Juli 2013 ein "Eckpunktepapier" zur Reform des Maßregelrechts veröffentlicht hat und dies Thema mit dem Koalitionsvertrag im November 2013 endlich auf die politische Agenda gesetzt wurde, bemüht sich eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe um die Erarbeitung eines Gesetzentwurfs, mit dem vor allem zweierlei erreicht werden soll: Die Zahl der Anordnungen der psychiatrischen Maßregel nach § 63 StGB zu verringern und die Dauer der Unterbringung durch ein gestuftes System an "Höchstfristen" zu begrenzen. Eine ursprünglich noch vorgesehene vermehrte Einschaltung von Sachverständigen zur Überprüfung der weiteren Unterbringungsnotwendigkeit wurde inzwischen fallen gelassen.

Mit einer ersten Stellungnahme zum "Eckpunktepapier" des BMJ hatte die DGSP bereits am 31. Oktober 2013 die Punkte vorgestellt, die nach ihrer Ansicht in der Reformdiskussion unbedingt Beachtung zu finden haben. In der nun vorliegenden Fassung werden sie als "Forderungen der DGSP" konkretisiert und in den potisch notwendigen Diskussionsprozess eingebracht.Forderungen an eine Reform